Marcus Merkel, Dirigent

Der Berliner Marcus Merkel ist musikalisch vielseitig engagiert – so steht er nicht nur als Dirigent, sondern auch als Pianist und Komponist auf der Bühne. Mit seinen eigenen Werken gewann er mehrfach Wettbewerbe wie den Deutschen Bundeswettbewerb Komposition; Preise und Stipendien erhielt er zudem als Pianist und Sänger.

Im Jahr 2013 gründete er die Junge Philharmonie Berlin und ist deren künstlerischer Leiter. Als Gast dirigierte er bereits beim Festival in Kyoto (Japan) mit einem großen internationalen Studentenorchester, leitete einen Dirigier-Workshop für die Education-Abteilung der Berliner Philharmoniker und dirigierte – als Assistent von Julien Salemkour – „Le nozze di Figaro“ in Rostock. Weiterhin assistierte er Roland Kluttig, Andrea Sanguineti und Antonino Fogliani bei Opernproduktionen und CD-Aufnahmen. Für den erkrankten Julien Salemkour sprang er im November 2015 bei einem Konzert der Brandenburger Symphoniker ein.

Seit der Saison 2015/16 ist er an der Oper Graz zunächst als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung und später als Kapellmeister verpflichtet und leitete unter anderem Premieren bzw. Vorstellungen von „Il Barbiere di Siviglia“, „Il Viaggio a Reims”, „Le Nozze di Figaro”, „Candide”, „Der Nussknacker“, „Der Zwerg“ und „Norma“. Im Oktober 2016 dirigierte er „Ariadne auf Naxos“ in Amsterdam mit der Nederlandse Reisopera, im November 2016 leitete er eine konzertante Aufführung von „Fidelio“ mit dem Expat Philharmonic Orchestra in Rostock. Im Januar 2017 sprang er für einen erkrankten Kollegen kurzfristigst bei „La Rondine“ an der Oper Graz ein. Im Juni 2017 debütierte er mit den „Clarinotts“ (Ernst, Daniel & Andreas Ottensamer) und dem Grazer Philharmonischen Orchester im Grazer Musikverein. Im Musikverein sprang er auch im Januar 2018 für Oksana Lyniv bei einem Sinfoniekonzert (u.a. Rimski-Korsakow „Scheherazade“) ein.

Für die Saison 2018/19 ist er in Graz als Kapellmeister verpflichtet und dirigiert u.a. „Il Barbiere di Siviglia”, „Tosca” und „Lucia di Lammermoor”, daneben führen ihn Konzertverpflichtungen und Liederabende nach Berlin, England, Österreich und Ägypten. Seit Juni 2018 studierte er für Rudolf Buchbinder alle fünf Klavierkonzerte von Beethoven ein, im November 2018 dirigierte er das Verdis „Messa da Requiem“ im Berliner Dom. Mit einer Premiere am Theater Bozen feierte er im Februar 2019 sein sehr erfolgreiches Italiendebüt.