Tibor Szappanos, Tenor

wurde in Nagyvárad in Rumänien als Teil der ungarischen Minderheit des Landes geboren. Er wuchs zweisprachig auf, in der Öffentlichkeit sprach er Rumänisch, innerhalb der Familie Ungarisch.

 

In Budapest angekommen besuchte er ein Musikgymnasium und erhielt dort ersten Gesangsunterricht. Von 2000 bis 2005 studierte er an der Franz Liszt Akademie Gesang bei Eva Andor. Wertvolle Weiterbildung erhielt er in Meisterkursen bei Ralf Döring, Nadezda Kniplova, Renata Scotto und insbesondere Eva Marton, die seine Karriere bislang maßgeblich gefördert hat.

 

Nach ersten Erfahrungen auf ungarischen Provinzbühnen debütierte er 2005 an der Ungarischen Staatsoper Budapest, wo er sich seitdem ein breites Repertoire erarbeitet hat: Ferrando in „Così fan tutte“, Don Ottavio in „Don Giovanni“, Belmonte in der „Entführung aus dem Serail“, Walter von der Vogelweide in „Tannhäuser“, Ernesto in „Don Pasquale“ und Nemorino in „L’Elisir d’amore“. 2014 hatte er in Budapest einen großen Erfolg als König László in Erkels Nationaloper „Hunyadi László“.

 

2010 hatte er sein Österreich Debüt als Ferrando in „Così fan tutte“ in einer spektakulären Open-Air-Produktion im Schloss Schönbrunn in Wien. Im Herbst 2013 sang er an der Seite von Edita Gruberova in „Anna Bolena“ in mehreren Städten Europas. 2015 wird er beim Glyndebourne Festival als Belmonte debütieren.

 

Sein Konzertrepertoire reicht von den Passionen Bachs über Raritäten wie Schmidts „Buch mit den sieben Siegeln“ bis hin zu zeitgenössischem Repertoire.

 


SZAPPANOS-Biografie.pdf
Adobe Acrobat Dokument 260.9 KB